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Nächte, in denen Sturm aufzieht

Wind im Haar, Salz auf der Haut

Liza McCullen weiß, dass sie ihrer Vergangenheit nicht entfliehen kann. Doch in dem kleinen beschaulichen Örtchen Silver Bay, an der Küste Australiens, hat sie ein Zuhause gefunden für sich und ihre Tochter Hannah. Die unberührten Strände, der Zusammenhalt in der Kleinen Gemeinde und die majestätischen Wale, die in der Bucht leben, bedeuten ihr alles. Täglich fährt sie mit ihrem Boot raus aufs Meer und bietet  Walbeobachtungstouren an für die wenigen Touristen, die sich nach Silver Bay verirren. Als der Engländer Mike Dormer anreist und sich in der Pension von Lizas Tante einquartiert, gerät das beschauliche Leben in Gefahr. Der gutaussehende Fremde, in den zu schicken Klamotten, passt nicht nach Silver Bay und niemand ahnt, dass er Pläne schmiedet, die den kleinen Fischerort für immer verändern könnten.

Dass ich Jojo Moyes liebe, ist kein Geheimnis. Auch dieses mal hat sie wieder einen Roman erschaffen, der einfach wunderbar ist. Man ist sofort mitten in der Geschichte, taucht ein in den Ort Silver Bay und kann förmlich das salzige Meer riechen.

Kathleen betreibt ein kleines, muckeliges Hotel in Silver Bay. Ihre Nichte Liza wohnt mit ihrer Tochter Hannah dort, schon seit einigen Jahren, und arbeitet als Touristenbegleiterin auf einem der Boote, mit denen man Wale beobachten kann. Eines Tages taucht ein englischer Geschäftsmann in dem kleinen Ort auf, der so gar nicht zu den rauen Seeleuten passen will. Er checkt in dem Hotel ein und jedermann rätselt, was ihn dorthin verschlagen hat. Die kleine Hannah, die ohne Vater aufwächst, hat schon bald einen Freund in ihm gefunden und vertraut ihm, mit ihrer kindlichen Naivität. Liza und ihre Kollegen sind da doch skeptischer. Mit Recht. Denn nach und nach stellt sich heraus, dass der gute Mike geschäftlich in Silver Bay ist und ein Interesse an der Gegend und demnach auch dem Hotel hat.

Aber, und wie sollte es auch anders sein, sind die Menschen dort irgendwann nicht mehr nur einfache Fremde für Mike, die um ihre Existenz bangen, sondern Menschen mit einem Namen und einer Leidenschaft für das was sie tun. Mike gerät immer mehr in einen moralischen Konflikt, bekommt Druck von seinem Chef in London, dass er das Projekt abschließen soll, will aber nun auch seine neu gewonnenen Freunde nicht enttäuschen. Und in diesem ganzen Durcheinander taucht dann auch noch, wie aus dem Nichts, seine Verlobte auf. Die Tochter seines Chefs.

Spannend erzählt Jojo Moyes ihre Geschichte und bringt immer wieder neue überraschende Wendungen zum Vorschein. Ich könnte noch mehr vom Inhalt erzählen, möchte aber nicht Spoilern. Denn obwohl es schon ein paar Wochen her ist, seit ich das Buch beendet habe, erinner ich mich noch an alles, was bei mir auch nicht oft vorkommt, dass eine Story sich so in mein Gedächtnis brennt…Ich konnte nicht genug bekommen und freue mich, mal wieder ein rührendes, unterhaltsames Buch zu lesen. Danke dafür!

 

5 von 5 Sternen

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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