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Das Café der kleinen Wunder

 

Die 25-jährige Nelly leidet unter Flugangst, glaubt an Zeichen und ist nicht der Typ, der einfach so alle Ersparnisse abhebt, sich eine teure rote Handtasche kauft und an einem kalten Januarmorgen Hals über Kopf Paris verlässt, um nach Venedig zu reisen. Doch manchmal geschehen Dinge im Leben. Dinge, wie ein schlimmer Liebeskummer und ein rätselhafter Satz in einem alten Buch. Und manchmal muss man eben erst den Boden unter den Füßen verlieren, um im siebten Himmel anzukommen…

 

Lange Zeit konnte ich keine Liebesgeschichte lesen, aufgrund meiner persönlichen Situation, die sich vor ein paar Monaten drastisch verändert hatte. Aber nun war es mal wieder an der Zeit abzutauchen, in eine romantische und etwas schwülstige Geschichte, die in Paris beginnt und in Venedig glücklich endet. Paris und Venedig, zwei Städte, die wie geschaffen sind für eine Liebesgeschichte.

Nicolas Barreau ist einfach ein Garant für solche gefühlsgeladenen Stories. Er beschreibt alles so bildlich, dass man sofort in der Stadt, an dem Ort ist und mit den Protagonisten mitfühlt. Das macht für mich ein gutes Buch aus. Man taucht in die Geschichte ein und will nicht mehr aufhören zu lesen.

„Das Café der kleinen Wunder“ liest sich leicht und kurzweilig. Es erzählt die Geschichte der Französin Nelly, die sich unglücklich in ihren Professor verliebt hat… Als ihr klar wird, dass ihre Liebe nicht erwidert wird, flüchtet sie geradezu aus Paris und sitzt im Zug nach Venedig, wo sie ein Abenteuer erlebt, das ihr Leben drastisch verändern wird. Ich war selbst schon in beiden Städten und konnte mir dadurch natürlich noch besser alles bildlich vorstellen, es war einfach zauberhaft! Ich hab zwar ab und an über die naive Nelly den Kopf geschüttelt, aber trotzdem hatte ich große Sympathie für das Mädchen und ihre Gedanken. Ich werde hier nicht spoilern, ich kann nur empfehlen, dieses Buch zu lesen und sich mitnehmen zu lassen und zu erleben, was Nelly erlebt.

Die Geschichte zeigt, dass man ruhig mal über den eigenen Tellerrand schauen sollte. Etwas wagen. Mutiger sein und einfach mal aus der eigenen Komfort-Zone ausbrechen sollte. Denn da spielt sich das Leben ab. Ich habe auch schon länger den Wunsch, mal allein zu verreisen, auszubrechen aus dem Alltag und für eine Weile meinen Kummer hinter mir zu lassen. Das Buch hat mich noch mehr in meinem Wunsch bestärkt und vielleicht, eventuell, mache ich das bald mal. Setze mich in einen Zug oder in ein Flugzeug und ab geht es.

Ihr solltet das auch mal machen. Und wenn Ihr noch nicht soweit seid, lest wenigstens schon mal dieses kleine, unscheinbare Buch.

 

5 von 5 Sternen

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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