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Was mach ich hier eigentlich?

 

Was mach ich hier eigentlich? So ’ne Art Chinareiseroadmoviebilder- tagebuch

Comedyqueen Martina Hill hat seit Jahren eine große Fangemeinde – auch in China. Sie selbst erfährt allerdings erst davon, als sie nach Peking eingeladen wird, um in einer chinesischen Comedyserie mitzuspielen. Plötzlich steht sie vor dem größten Abenteuer ihres Lebens, denn die Sache hat einen Haken: Martina leidet unter extremer Flugangst und hatte bisher mit China – abgesehen von «Die 71 süß-sauer, aber bitte mit Tofu!» – nicht besonders viel zu tun. Todesmutig und vollkommen ahnungslos macht sie sich dennoch auf den Weg ins Land des Lächelns …

„Was mach ich hier eigentlich?“ Eine Frage, die ich mir tatsächlich auch gestellt habe, während ich dem Hörbuch lauschte. Aber dazu komme ich später.

Die Kritiken sind überall durchweg positiv und Martina Hill wurde gelobt für ihr erstes Buch! Ich muss sagen, ich liebe Martina Hill. Aus diesem Grund habe ich mir auch das Hör- und nicht das Taschenbuch gekauft. Der erste Teil ist wirklich nicht verkehrt. Sie scherzt über den „roten Faden“, den sie verloren hat, nimmt den Leser/Hörer mit nach China und lässt uns teilhaben an ihren Eindrücken! Es ist auch durchaus spannend und vorallem interessant, was sie erlebt und wie das Leben dort ist. Durch akustische Akzente fühlt man sich wirklich dabei, inmitten von Peking’s Straßen, und ich musste mehrfach laut lachen!

Aus irgendeinem Grund driftet aber alles ab dem 2. Teil leider in eine sehr alberne und nervige Richtung ab und ist fast nur noch platt. Die Story selbst bleibt spannend, aber durch die Erzählweise ist man fix genervt. Schade.

Martina erzählt, dass sie sich aufgrund scharfen Essens, mehrere Dosen Cola bestellt. Stellt dieses mit dem Geräusch einer Dose die geöffnet wird, dar, es folgen Schluckgeräusche. Dieser Ablauf wiederholt sich mehrmals. Zum Abschluß haut sie noch einen obligatorischen Rülpser raus und man erwartet schon ein „Schulz“, bekommt dann aber doch ein „Tschuldigung!“ (kicher, kicher). In meinen Augen einfach unnötig in dem Kontext und auch nicht mehr „typisch Martina“, sondern eher platt. Und das ist nur EIN Beispiel.

Auch immer wiederkehrende Sätze in einem immer gleichen Singsang, Beispiel „Die weiße Pagode“, sind kein lustiger Running-Gag, sondern furchtbar nervtötend auf Dauer…

Weniger ist eben doch mehr. Ohne die ganzen doofen Schenkelklopfer und Witze à la Asmussen, wäre es um einiges schöner gewesen. Ich möchte auch nicht unfair sein. Vielleicht fährt man ja mit dem Taschenbuch besser. Ich werde es allerdings nicht ausprobieren. 😉

 

3 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️

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